Rezension: Wie ich aus Versehen eine Bank ausraubte von Simon Bartsch

Hey meine Lieben,

heute möchte ich euch ein Buch vorstellen, welches mal so ganz anders ist als alle anderen die ich bisher gelesen habe.

Wie ich aus Versehen eine Bank ausraubte von Simon Bartsch

Bildrechte Simon Bartsch

Daten & Fakten:

EBook: 238 Seiten
Verlag: FeuerWerke Verlag
Sprache: Deutsch
Einzelband
Kostenpunkt: E-Book 2,99 €
Erschienen: Februar 2015
Leseprobe


Der Inhalt:

Jan ist verliebt in Laura. Ein Teufelsweib! Sie macht die lustigsten Grimassen, schreit die tollsten Ausdrücke und mit ihr kann man einfach Pferde stehlen gehen. Und Geld. Denn mit der jungen Frau raubt Jan „unfreiwillig“ eine Bank aus. Unfreiwillig, weil Laura unter dem Tourette-Syndrom leidet und manchmal Worte sagt, die sie weder so meint noch kontrollieren kann. Doch der manchmal leicht begriffsstutzige Jan liebt sie gerade dafür.

Das ungleiche Paar macht sich mit der Beute auf eine verrückte Reise durch halb Europa. Dabei lernen sie nicht nur Paris, London, Brüssel und Mallorca kennen, sie beginnen auch zu verstehen, was es heißt, zu vertrauen. Und was es heißt, wenn gegenseitiges Vertrauen missbraucht wird. Denn am Ende geht es für Jan und Laura um die große Frage nach der Liebe...

Ein unterhaltsamer, Mut machender, humorvoller und sensibler Entwicklungs- und Reiseroman über zwei unendlich liebevolle Protagonisten, die gemeinsam ihre eigene Welt entdecken und im Leser so Verständnis, Mitgefühl und Nächstenliebe wecken. 


Der Autor:

1978 im Schatten der Domstadt geboren wurde Simon Bartsch mit zwei wesentlichen Dingen ausgestattet: Mit der Liebe zu zwei großen kölnern Sportvereinen und dem obligatorischen rheinischen Humor. In einem mehrjährigen Englandaufenthalt während seiner Kindheit feilten Eric Idle, Michael Palin und Co. unwissentlich an seinem Humor. Schon in dieser Zeit entstand die Leidenschaft am geschriebenen Wort. Nachdem der Traum einer Profi-Fußballkarriere bereits früh an einer rudimentären Technik scheiterte, entschied sich Bartsch dem Profisport treu zu bleiben und sein Heil im Sportjournalismus zu suchen. Nach dem Abitur in Bonn folgte das Studium der Medien- und Kommunikationswissenschaften an der Deutschen Sporthochschule Köln. Bereits während des Studiums arbeitete Bartsch als freier Journalist für den Westdeutschen Rundfunk, den Sport-Informations-Dienst sowie zahlreiche Tageszeitungen. "Entschuldigung? Ich bräuchte mal Ihr Kind!", das Erstlingswerk des Journalisten, wurde vergangenes Jahr veröffentlicht. "Wie ich aus Versehen eine Bank ausraubte" ist die zweite Komödie. 

Mein Fazit:

Der Titel des Buches macht schon unglaublich neugierig, denn wie bitte raubt man ausversehen eine Bank aus. Die Frage habe ich mir zu Beginn ernsthaft gestellt und war sehr überrascht, als ich die Auflösung mitgeteilt bekommen habe.

In dieser Geschichte geht es im Grunde um Jan, welcher total verliebt in Laura ist. Laura leidet unter dem Tourette-Syndrom und auch Jan hat seine Probleme. Durch ein paar verrückte Zufälle rauben die beiden tatsächlich eine Bank aus und unternehmen damit eine „kleine“ Weltreise. Hierbei bekommt man von Jan schön geschildert wie alles verläuft.

Ich muss sagen, dass mich die Geschichte irgendwie so gar nicht packen konnte. Jan ist wie ich vermute ein geistig zurückgebliebener Junge Anfang zwanzig. Er selber scheint davon nichts zu wissen und kann auch nicht verstehen, wieso andere meinen er und Laura seien Krank.

So gerne ich gewollt hätte, doch leider konnte ich mich in Jan nicht so richtig hineinversetzen. Seine Ansichten, seine Verwirrungen und seine offene Art haben mich oft verwirrt und zeitweise leider auch etwas genervt.

Ich konnte ihn einfach nirgends einordnen, was mir das ganze unheimlich schwer gemacht hat. Normalerweise kann ich mich in Personen recht gut hineinversetzen, aber hierbei hatte ich arge Probleme die mir leider auch das Lesen erschwert haben.

Auch Laura kann ich leider teilweise überhaupt nicht nachvollziehen. Erst scheint sie Jan ganz gerne zu haben, dann lässt sie ihn aber in brenzligen Situationen immer wieder alleine. Das kann ich echt nicht verstehen. Sobald Jan dann wieder auftaucht ist sie sauer. Da war ich echt schockiert, immerhin haben sich andere einen „Spaß“ mit ihm erlaubt und sie hat alle ziehen lassen. Warum greift sie dann nicht ein.

Die Schreibweise von Simon Bartsch empfand ich ihm gesamten als sehr angenehm. Die Geschichte wird aus der Sichtweise von Jan geschrieben, immerhin ist er der Hauptprotagonist und möchte einem einen Teil seines Lebens aus seiner Perspektive aufzeigen. Schön gemacht, denn man konnte den einzelnen Abschnitten sehr schön folgen und Jan etwas besser kennenlernen.

Auch die Absätze mit den einzelnen Orten empfand ich toll, denn so wusste man sofort wo es weitergeht.

Insgesamt soll dieses Buch ja vor allem humorvoll sein, doch irgendwie kam bei mir persönlich der Humor nicht an. Ich habe eher mit jeder Seite den armen Jan im Kopf gehabt und war etwas traurig, dass es ihm so ergeht wie es ihm ergeht. Obwohl es für ihn nie schlimm ist, denn irgendwie verbindet er mit schlechtem nicht immer etwas Schlechtes.

Nun gut, schlussendlich muss ich sagen dass ich mit der Geschichte leider nicht so wirklich warm wurde. Ich kann nicht sagen ob es vielleicht das Thema war, welches mich irgendwie auch traurig gestimmt hat. Die Umsetzung kann es allerdings nicht gewesen sein, denn die war wirklich gut. Man erlebt mit Jan eine Reise, die ihm viel bedeutet.

Da ich aber selber nicht richtig mitgezogen wurde, kann ich diesem Buch leider nur 3 Sterne vergeben.

Allerdings muss ich dazu sagen, dass es dieses Buch auf alle Fälle wert ist gelesen zu werden. Und für den ein oder anderen wird es mit Sicherheit eine Lesefreude sein.

Liebe Grüße,

eure Ruby

@ zur Verfügung gestellt von Simon Bartsch

Kommentare:

  1. Toll beschrieben!

    Klingt auf den ersten Blick spannend, aber wenn man sich in die Akteure nicht hinein versetzen kann und mit ihnen fühlt, lasse ich es lieber.....Ich bin lieber mittendrin im Geschehen.

    Liebe Grüße
    Mihaela

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    1. Hey Mihaela,

      ja ich brauche das auch. Aber irgendwie bin ich nicht ganz warm geworden, obwohl die Geschichte nicht schlecht ist. :(

      Liebe Grüße,
      Ruby

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