Rezension: Anastasia McCrumpet und der Tag an dem die Unke rief von Holly Grant

Heute möchte ich euch ein Buch vorstellen, welches so gar nicht meine Altersgruppe anspricht. Aber dennoch wurde es mir in die Hand gedrückt und ich konnte einfach nicht widerstehen mal hineinzuschnuppern. ;o)

Anastasia McCrumpet und der Tag an dem die Unke rief von Holly Grant


Daten & Fakten:

Print: 330 Seiten
Verlag: cbt
Sprache: Deutsch
Einzelband
ISBN: 978-3-570-16352-8
Kostenpunkt: E-Book 11,99 €, GA 14,99 €
Erschienen: Mai 2015

Der Inhalt:

Die fast 11-jährige Anastasia hört eigentlich nicht auf Unkenrufe ... Aber als die ungeliebte Schulsekretärin Miss Sneed mit der Mono-Augenbraue sie aus dem Unterricht reißt, spürt sie sofort, dass ein Unheil auf sie lauert. Und richtig: Anastasias Eltern sind einem seltsamen Staubsaugerunfall zum Opfer gefallen und müssen sich an einem weit entfernten Ort davon erholen. Stattdessen stehen zwei unbekannte Großtanten bereit, um Anastasia mitzunehmen. Tante Prim und Tante Prude wohnen in einem uralten verstaubten Heim, in dem Anastasia bald mulmig wird: Schon das Gelände wird von bösen Pudeln mit Metallgebissen bewacht. Nachts heulen Geräusche durch das Haus. Und an den Wänden hängen Bilder von verschwundenen Kindern und von finsteren Damen mit Monobrauen ...

Die Autorin:

Holly Grant liebt gruselige und geheimnisvolle Geschichten, seit sie ein Kind war. Wäre Holly ein Känguru, hätte sie immer einen guten Krimi in ihrem Beutel. Wäre sie ein Klammeraffe, dann würde zum obersten Regal hinaufklettern, dorthin, wo in allen Bibliotheken die ganz geheimen Bücher versteckt sind. Wäre sie ein Mensch, dann wäre sie in der Lage gewesen, diese Geschichte selbst zu tippen, statt das gesamte Manuskript Miss Sneed zu diktieren, einer Sekretärin mit einer verdächtigen Monobraue.

Mein Fazit:

Aus reinem Zufall bin ich zu dem Buch „ANASTASIA McCRUMPET und der Tag, an dem die Unke rief“ gekommen und habe es natürlich auch gelesen.

Empfohlen wird dieses Buch ab 10 Jahren und genau da würde ich es auch ansetzen. Ich war und bin einfach viel zu alt für diese Geschichte gewesen. Mir war alles zu vorhersehbar und „einfach“ gehalten, was nicht negativ ist. Doch mich konnte es einfach nicht so richtig mitreisen.

Doch fangen wir von vorne an.

Holly Grant hat hier eine sehr süße, leicht gruselige und interessante Geschichte entwickelt welche wohl viele Kinder im Alter von 10 – 15 Jahren begeistern könnte.

Die Schreibweise ist sehr ruhig, erklärend und einfach. Man bekommt hier eine Geschichte aus der Perspektive des Erzählers aufgezeigt, welcher auch viele Wörter – die eventuell in dem Alter noch nicht unbedingt geläufig sind – noch einmal an Beispielen erklärt. So erhält man noch einmal einen guten Blick auf die Einzelheiten.

Im Gesamten geht es bei der Geschichte um Anastasia, welche nach einem schlimmen Staubsaugerunfall ihrer Eltern zu ihren Tanten ziehen muss. Nur wieso kennt sie diese nicht und warum haben ihre Eltern niemals von ihnen erzählt. Anastasia ist von Beginn an stutzig, kommt aber nicht dahinter was falsch läuft. Bis sie auf den angeblichen „Gärtner“ trifft und das ein oder andere erfährt. Auf einmal steckt sie mitten in einem Abenteuer!

Die Charaktere sind nicht so ausführlich beschrieben wie beispielsweise in Jugendbüchern. Doch ich bin auch der Meinung, dass sie das gar nicht müssen. Immerhin interessieren sich die Kinder dann doch eher für die gruselige und ereignisreiche Geschichte. Dennoch erhält man Hintergrundinformationen zu Anastasia, den Tanten Prim und Prude sowie zum Gärtner. Man kann sich die einzelnen Protagonisten durchaus vorstellen und sie lieb gewinnen oder auch nicht.

Anastasia mag ich von Beginn an, da sie kein bisschen weinerlich ist und stärke beweist. Auch wenn sie auf einmal alleine ist, versucht sie das beste daraus zu machen und ihren Weg zu finden. Das hat mir an ihrem Charakter am besten gefallen.

Die Geschichte im Gesamten war auch schön aufgebaut. Zu erst lernt man Anastasia mit ihren Eltern kennen, dann einen kurzen Abschnitt der Schulzeit und schon kurz darauf kommt sie zu ihren angeblichen Tanten. Im Haus der Tanten geht es allerdings nicht mit rechten Dingen zu und man lernt viele Unstimmigkeiten kennen. Schon von Beginn an hat man als Leser ein ungutes Gefühl und weiß, hier kann etwas nicht stimmen. Mit Anastasia zusammen habe ich tatsächlich ein bisschen bammel gehabt, was passiert, warum sie dort ist und wie es mit ihr weitergeht.

Es wird also durchaus zwischenzeitlich gruselig und abenteuerlich, wenn auch nicht so wie für einen „Jugendlichen und Erwachsenen“ angedacht. Für Kinder ab 10 Jahren aber durchaus ein schöner Spaß.

Gut der Schluss ist für mich persönlich etwas schwach gestaltet. Man erfährt zwar einiges und es wird auch das ein oder andere aufgeklärt, doch teilweise nicht ausführlich genug oder auch gar nicht. Die Erklärung zum Verbleib von Anastasias Eltern finde ich es etwas schwach und hat mich so überhaupt nicht überzeugen können, aber nun gut.

Leider muss ich sagen, dass ich mit einigen Fragen und Vermutungen alleine gelassen und nicht aufgeklärt wurde, was mir den Lesespaß zum Schluss etwas geschwächt hat. Ich mag es dann doch lieber, wenn ich ohne Rückfragen zurückbleibe.

Mein Gesamtfazit:

Wenn ich dieses Buch bewerten sollte, dann muss ich mich von meinen Erwartungen etwas zurückziehen und an die gezielte Lesegruppe denken. Da würde ich diesem Buch wohl 3 – 3,5 Sterne geben, da sie Unterhaltung im passenden Niveau bringt und mit Illustrationen im Buch die ganze Geschichte etwas lebendiger macht. 

Meine Wertung:

 
Lieben Gruß,

eure Ruby

Kommentare:

  1. Die Story hört sich ein wenig verrückt an. Schade das einige Fragen nicht aufgeklärt werden. LG und schönen Sonntag ;-)

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  2. Verschenk es doch, bestimmt hast du Bekannte, die ein Kind in diesem Alter haben. LG Romy

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