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Rezension: Schattendiebin - Die verborgene Gabe von Catherine Egan

 Auf die Schattendiebin hatte ich mich eigentlich seit der Frankfurter Buchmesse gefreut, denn die Story klang einfach unheimlich vielversprechend und ganz so, als ob sie mich total einnehmen könnte. Keine ganz neue Idee, die eingesetzt wird aber dennoch viel Potenzial versprechen konnte.

 Schattendiebin -Die verborgene Gabe von Catherine Egan



Hardcover:  Seiten
Verlag: Ravensburger
Sprache: Deutsch
Reihe: 1 / ?
Kostenpunkt: E-Book 6,99 €, TB 17,00 €
Erschienen: Januar 2017


Band 1: Die verborgene Gabe


*** Eine unsichtbare Diebin in einer viktorianisch angehauchten Welt ***
Der erste Band der mitreißenden neuen Fantasy-Trilogie

Julia ist die beste Diebin von Spira, denn sie hat eine besondere Gabe: Sie kann sich unsichtbar machen. Für ihren neuesten Job soll sie sich als Dienstmädchen in ein Herrenhaus einschleichen und die Bewohner ausspionieren. Schnell wird ihr klar, dass die alte Hausherrin und ihre Gäste noch dunklere Geheimnisse hüten als sie selbst. Noch ahnt Julia nicht, wie eng ihr eigenes Schicksal mit ihnen verknüpft ist ...


 

Catherine Egan ist in Kanada aufgewachsen und hat unter anderem in Oxford, Tokio und auf einer Bohrinsel vor der chinesischen Küste gelebt, wo sie Englisch unterrichtete. Sie versteht Inspiration als einen verwilderten Garten, in dem Ideen Wurzeln schlagen und (manchmal) Früchte tragen. In ihrer „Schattendiebin“- Trilogie hat sie ganz unterschiedliche Ideen zu einer einzigartigen fantastischen Welt verwoben. „Schattendiebin – Die verborgene Gabe“ ist Catherine Egans erstes Jugendbuch und ihr Debüt in Deutschland. Sie lebt mit ihrer Familie in New Haven, USA.


Nun habe ich das Buch gelesen und ich muss sagen, dass ich mit der Schreibweise nicht ganz so zurecht gekommen bin. Der Schreibstil ist insgesamt sehr einfach gehalten, aber dennoch hat er mich größtenteils durch die eingesetzte Wortwahl verwirrt und nicht richtig in die Geschichte finden lassen.

Julia ist unsere Hauptprotagonistin, welche uns auch die Geschichte aus ihrer Sichtweise erzählt. Sie ist leider ein Charakter, der mir nicht ganz so behagte. Ich wusste nicht wie ich sie zunehmen habe, was sie für ein Mensch ist und was ich von ihr erwarten dürfte. Auf der einen Seite soll sie stark und räuberisch wirken und auf der anderen Seite wiederrum ängstlich und hilfesuchend, doch leider kam das nicht wirklich rüber. Ihren Zwiespalt hat man bis auf ein paar kleine Einblicke nicht wirklich wahrnehmen können und so war sie für mich einfach nicht wirklich greifbar.

In dieser Geschichte gibt es so einige weitere Charaktere, die man zwar durchaus wahrnimmt sie aber trotz allem nicht fühlen oder großartig greifen kann. Ich finde es wirklich schade, aber auch sie sind Schausteller die in der Geschichte ihren Part erfüllt haben mich aber leider nicht berühren konnten.

Die in der Geschichte eingebaute Liebesgeschichte war für mich sehr einseitig und gefühllos. In einem Fantasybuch muss diese selbstverständlich nicht so intensiv aufgeführt werden, jedoch würde ich mir schon wünschen dass wenn sie beinhaltet ist auch gefühlvoll und nachvollziehbar gestaltet wird. So war sie für mich leider eher etwas störend.

Die Umsetzung war für mich insgesamt etwas zu spannungslos gestaltet, da viele Spannungshöhepunkte schon kurze Zeit später gedämpft oder aufgelöst wurden. Vieles verlief einfach zu erklärend, zu ereignislos und vorhersehend. Die Idee dahinter hat mir wirklich gut gefallen, doch leider war ich von der Ausführung der Geschichte im Gesamten nicht vollkommen angetan.

Es wurden ein paar interessante und gute Ideen ein- und umgesetzt, welche mich durchaus neugierig gemacht haben doch letztlich hat dies nicht gereicht um mich vollkommen zu überzeugen.

Insgesamt eine interessante Story, die durchaus mit guten Fantasyelementen dienen kann und dennoch durch die sehr farblosen und nicht greifbaren Charakteren, sowie einem recht einfachen und gleichzeitig verwirrenden Schreibstil nicht vollkommen überzeugen kann.







Rezension: Gefangen zwischen den Welten von Sara Oliver

Schon das Cover hat mich bei diesem Buch sehr neugierig werden lassen. Die Kombination aus blau und schwarz wurde perfekt abgestimmt und hat mich gefangen genommen :)


Gefangen zwischen den Welten von Sara Oliver



Hardcover: 414 Seiten
Verlag: Ravensburger
Sprache: Deutsch
Reihe: 1 / 3
Kostenpunkt: E-Book 12,99 €, HC 16,99 €
Erschienen: August 2016


Ve und Nicky gleichen sich bis aufs Haar. Doch Ve und Nicky sind keine Zwillingsschwestern. Zwischen ihnen liegen sprichwörtlich Welten! Eine mysteriöse Apparatur hat Ve in ein Paralleluniversum katapultiert - mitten hinein in das Leben ihrer Doppelgängerin. Um in ihre eigene Welt zurückkehren zu können, muss Ve sich mit Nicky verbünden, mutiger sein, als sie es jemals zu träumen wagte, und eine große Liebe opfern ...


Zu der "Zwischen den Welten"-Trilogie wurde Sara Oliver durch ihre eigene Geschichte inspiriert. Sie hat nämlich eine echte Doppelgängerin – eine Zwillingsschwester – mit der sie in einem kleinen Dorf in Süddeutschland aufgewachsen ist. Auch heute werden sie und ihre Schwester oft miteinander verwechselt. Sara Oliver wohnt mit ihrem Mann in Düsseldorf.


Dieses Buch habe ich das erste Mal in der Vorschau entdeckt und war sofort Feuer und Flamme. Ich wollte es gerne ergründen und die Paralleluniversums gemeinsam mit den Charakteren entdecken.

Die Schreibweise der Autorin ist einfach, jugendlich und leicht nachvollziehbar geschrieben. Dennoch habe ich mich nicht vollkommen einfinden können. Die Sätze kommen immer mal wieder abgehackt, sind sehr kurz und haben mich etwas stocken lassen. Sie sind wie ich finde so angelegt, dass sie auch von jungen Lesern einfach und schnell verfolgt werden können. In meinem Alter ist es denke ich einfach etwas gewöhnungsbedürftig. :)

Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht eines Erzählers, was es mir persönlich etwas schwer gemacht hat Ve als Charakter vollkommen zu greifen. Auch Nicky und alle weiteren Personen konnte ich bildlich zwar wahrnehmen, aber nicht richtig verfolgen. Sie sind mir regelrecht wieder durch die Hand gesickert, was ich unglaublich schade fand.

Ve ist schwer zu beschreiben. Sie lebt mit ihrer Mutter derzeit in LA und ist trotz des vielen Geldes was ihre Mutter verdient vollkommen auf den Boden geblieben. Sie ist liebenswert, freundlich, hilfsbereit und auch immer wieder so typisch Teenager indem man genervt, zickig und bockig ist. Es macht sie sympathisch und lässt sie ehrlich und wirklich wirken.

Nicky ist ein schwieriger Charakter. Sie ist ein kleines Genie und versteht viel von der Wissenschaft, sodass sie oft ihre Mitmenschen um sich herum etwas vergisst. Sie kommt hier ganz nach ihrem Vater, dies macht es ihr etwas schwierig. Dazu wächst sie in einem sehr noblen und pompösen Umfeld auf, was sie hat ebenfalls anders denken lassen. Sie hat es nicht einfach, trotz allem konnte sie mich im Laufe der Geschichte nicht wirklich überzeugen. Aber vielleicht ändert sich das in der Fortsetzung.

Es werden noch einige weitere Charaktere aufgeführt, welche teilweise noch eine wichtigere Rolle in der Geschichte spielen. Andere wiederum sind tatsächlich nur als Nebenspieler dabei. Etwas schade fand ich in diesem Fall, dass man zu keinem dieser Personen einen wirklichen Draht hat finden können. Einige konnte ich sofort durchschauen, andere waren mir einfach zu unverständlich.

Die Geschichte selber beginnt sehr langatmig wie ich finde und bekommt erst so langsam zum Ende hin wirklich Schwung in die Geschichte, wobei es hier dann schon mehr oder weniger erstmal vorbei ist. Mir persönlich fehlt einfach die Spannung, welche sich aufbaut, sich später entlädt und zwischen drinnen über einiges informiert. Hier wurde mir zu viel erklärt und zu lange ausgeführt.

Auch wenn mir der Charakter von Ve soweit wirklich gut gefallen hat, war es mir manches mal etwas zu viel dass sie so langsam war. Die Autorin hat dem Leser und Ve Hinweise darauf gegeben, wo Dinge zu finden sind. Sie hat Lösungsansätze schon vorab verraten, sodass ich eigentlich schon eine Ahnung hatte wo wir hin müssen, was wirklich passiert ist oder wie wir das ganze aufklären könnten. Ve jedoch hat im Dunkeln getappt und weiter ihre Kreise gezogen, was ich sehr schade und schwierig finde wenn der Leser schneller als der Buchcharakter ist. ;)

Trotz allem hat die Geschichte einen interessanten Ansatz, der mich persönlich neugierig macht. Die Frage um Ves Vater konnte noch nicht geklärt werden, sodass ich auch die weiteren Bücher noch lesen möchte. Allein schon deshalb, weil ich neugierig bin was die Autorin sich als Lösung hat einfallen lassen. Was ist wirklich passiert und können diese Parallelwelten auch friedlich nebenher existieren?


Ein schöner Auftakt einer Jugendbuchreihe, die sich vor allem an junge Leser wendet. Die Schreibweise ist einfach und leicht verfolgbar, die Charaktere zwar nicht vollends ausgereift aber trotz allem liebevoll beschrieben und die Geschichte hat trotz noch einiger Ausbaumöglichkeiten ein solides und interessantes Grundgerüst dass neugierig auf die Fortsetzung macht.