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Rezension: Das magische Messer von Philip Pullman

Hey meine Lieben,

nun habe ich auch den zweiten Band der Trilogie von Philip Pullman ergründet und mir meine ganz eigene Meinung gebildet.

Das magische Messer von Philip Pullman



Daten & Fakten:

Taschenbuch: 366 Seiten
Verlag: CARLSEN
Sprache: Deutsch
ISBN: 978-3-551-35720-5
Buchreihe: 2/3
Kostenpunkt: 19,95 € als Schuber (D)
Erschienen: Oktober 2007
Leseprobe

Der Autor:


Philip Pullman wurde am 19. Oktober 1946 in Norwich, England, geboren. Er wuchs in Rhodesien, Australien, London und Wales auf. Nach der Schule besuchte er das Exeter College in Oxford, wo er Englisch studierte. Er unterrichtete an verschiedenen Middle Schools. Heute lebt er mit seiner Frau in Oxford und arbeitet nebenberuflich als Literaturdozent am Westminster College. Er hat Bilderbücher, Theaterstücke und Thriller geschrieben.

Der Verlag erzählt:

Zehn Jahre ist es her, dass Wills Vater bei einer Polarexpedition verschwand. Jetzt plötzlich interessieren sich zwielichtige Gestalten für den Forscher- und für Will. Doch der Junge findet durch Zufall das perfekte Versteck: eine andere Welt. Hier begegnet er Lyra, die wie er einem großen Geheimnis auf der Spur ist. Gemeinsam geraten die Kinder in einen erbitterten Kampf, bei dem die Zukunft ihrer Welten auf dem Spiel steht...

(Text laut Verlagsseite)


Die Covergestaltung:

Bei diesem Cover wird vor allem das magische Messer in den Vordergrund gesetzt und dahinter unseren neuen Charakter Will. Es ist kein allzu auffälliges Cover, aber es spiegelt durchaus einen Teil des Inhalts wieder. Dazu schaut man das Cover hier nur kurz an, denn die Geschichte im Inneren fesselt viel zu sehr als das man das Buch zu oft aus der Hand legen könnte.

Meine Meinung:

Das erste Buch „Der goldene Kompass“ würde ich als sehr turbulentes Abenteuer beschreiben, welches nun im zweiten Band weitergeführt wird. Das Buch schließt ziemlich nahtlos an das erste an, wobei man einzelne Kleinigkeiten überspringt wie Lyra in die neue Welt hinübertritt. Allerdings finde ich das ganz gut, denn so interessant wäre es wohl nicht geworden. ;)

Es beginnt im Grunde erst einmal mit einer neuen Hauptfigur, nämlich Will, welcher aus einer Welt kommt die unserer unheimlich ähnlich ist.
Auch in dieser Welt geht alles drunter und drüber und Staub macht den Wissenschaftlern Angst und Bange. Aus irgendeinem Grund hat auch Will´s Vater damit zu tun, der schon vor einigen Jahren verschwunden ist und keiner so Recht weiß wieso und wohin?!
Seit diesem Zeitpunkt lebt Will mit seiner Mutter alleine und hatte es schon immer sehr schwer, da es dieser gesundheitlich einfach nicht gut geht. Sie sieht Dinge, die einfach nicht da sind und ist oft verwirrt. Will hat es sich schon sehr früh zur Aufgabe gemacht, auf sie aufzupassen und ihr so gut es geht zu helfen. Doch als plötzlich Männer auftauchen, die seine Mutter und ihn belästigen und zu Hause auflauern beschließt er sie in Sicherheit zu bringen und zu verschwinden.
Hierbei findet er einen Weg in eine ganz neue Welt ohne Erwachsene und nur mit Kindern. In dieser trifft er auch auf Lyra und sie freunden sich doch recht schnell an. Ab diesem Zeitpunkt geht die Geschichte mit den beiden Hauptcharakteren los. Sie bestreiten zu Beginn verschiedene Wege in Will´s Welt. Lyra trifft eine Wissenschaftlerin und hilft dieser mit dem Thema Staub weiter und auch Will ergründet ein bisschen die Hintergründe zu seinem Vater. Schlussendlich landen jedoch Lyra und Will doch wieder beieinander und sie schweißen einige Aktionen noch enger zusammen und bringt sie auf einen gemeinsamen Weg. Sie treffen neue und alte Bekannte wieder, müssen Kämpfe bestehen, Hürden überwinden und Dinge in Erfahrung bringen die sie alleine nie bewältigen hätten können.
Sie werden zu einem Team, was sich schlussendlich auf den Weg macht Will´s Vater zu suchen welcher eventuell genauere Erklärungen zu den Welten und zum neuen Träger des magischen Messers machen kann. Eine unbekannte Reise beginnt, wo nicht jeder ihnen mit Wohlwonnen begegnet…

Unheimlich toll finde ich, dass man nicht nur neue Figuren aufgezeigt bekommt sondern auch durchaus die alten immer wieder in Aktion treten. Die Szenen spielen sowohl in der neuen, als auch in der alten Welt. Einfach klasse umgesetzt, denn die Übergänge sind immer verständlich und nicht überrumpelnd. Man kann alles sehr gut verfolgen und wird noch weiter in die Geschichte hineingeführt.

Sehr angenehm finde ich immer noch die flüssige Schreibweise von Philip Pullman, welche einem zum Weiterlesen animiert und die neuen Details, Umgebungen und Charaktere verständlich aufzeigt. Hier kann man sich alles sehr gut vorstellen, so als wäre man mitten dabei.
Immer wieder wurde mir beim Lesen klar, wie viel Fantasy Pullman hier aufbringen musste. Es sind Geschehnisse und Figuren dabei, die begeistern und überraschen und auf die man selber wohl nie gekommen wäre.

In diesem Buch nimmt man auch wieder schön wahr, dass Pullman ein bisschen jedes Genre mit hinein nimmt. Hier wird auch sehr gut die Politik mit hineingebracht, aber auch philosophische Aspekte und die Religion. Alle wichtigen Themen, die auch in unserer Welt immer wieder andocken werden aufgezeigt und von einzelnen Charakteren individuell bewertet. Toll finde ich, dass trotz dieser kleinen Einblicke die Fantasygeschichte an sich nicht aus den Augen verloren, sondern damit eher bereichert wird.

Ich habe mich mit diesem Buch sehr gut „unterhalten“ gefühlt, auch wenn es nicht ganz so schlüssig und fließend abgelaufen ist wie bei „Der goldene Kompass“. Dennoch wurde man mitgerissen, konnte die Emotionen der einzelnen Charaktere wahrnehmen, den Kampf, die Liebe und die Verzweiflung spüren. Philip Pullman versteht sich darin eine Welt aufzubauen, die einen jeden Leser fasziniert und mitreist ganz egal ob nun brutale Szenen an der Reihe sind, oder eine „ruhige“ Phase der Reise ansteht.

Auch unglaublich bindend ist der Cliffhänger am Ende dieses Bandes. Anders als beim goldenen Kompass wird man hier von einem spektakulären Cliffhänger gefangen genommen und wird regelrecht in den dritten Band getrieben. Unheimlich neugierig bin ich nun auf den dritten Band und werde berichten, wie er mir gefallen hat.

Für diesen zweiten Band kann ich auf alle Fälle wieder nur 5 Sterne geben, denn es ist einfach nur pure Fantasy und für jung und alt mehr als geeignet.

Wer dieses Buch, eigentlich die ganze Reihe nicht liest verpasst wirklich etwas Phänomenales. ;o)

Lieben Gruß,

eure Ruby