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Rezension: Forever21 - Zwischen uns die Zeit von Lilly Crow

Auf Grund des Covers hat mich dieses Buch total angesprochen gehabt und nachdem ich gelesen habe, dass Zeitreisen eine große Rolle in der Geschichte spielen war meine Neugierde definitiv geweckt. :)

Forever21 - Zwischen uns die Zeit von Lilly Crow



Hardcover: 286 Seiten
Verlag: ONE by Bastei Lübbe
Sprache: Deutsch
Reihe: 1 / 2
Kostenpunkt: E-Book 9,99 €, HC 15,00 €
Erschienen: 2017


Band 1: Zwischen uns die Zeit


Wenn die Unsterblichkeit zum Fluch wird – ein Zeitreiseroman um viele kleine romantischen Geschichten und die eine große Liebe.

Ava ist 21 Jahre alt. Für immer. Sie hat eine schwere Schuld auf sich geladen und wurde zur Strafe mit einem dunklen Fluch belegt. Nun muss sie immer wieder durch die Zeit reisen, an immer neue Orte, in unterschiedliche Situationen. Nur ihre Aufgabe ändert sich nie: Sie muss zwei Seelenverwandten helfen, zueinanderzufinden. Dazu hat sie jedoch nie viel Zeit. Ihr Blut ist wie Säure, und wenn sie sich nicht beeilt, ihre Aufgabe zu erfüllen, leidet sie unsagbare Schmerzen. Dann lernt sie in einem der Sprünge Kyran kennen. Und auf einmal ist alles anders. Doch haben die zwei eine Zukunft, wenn Ava die Zeit und den Ort, an dem Kyran lebt, wieder verlassen muss? 

Lilly Crow ist Jugendbuchautorin und seit Jahren eine der Hauptautorinnen und –Plotterinnen bei »Dahoam is dahoam« im BR. Sich neue (gefühlvolle, witzige, dramatische) Geschichten auszudenken ist also ihre tägliche Arbeit. Umso spannender war es, mit ihr gemeinsam an der Idee für Forever 21 zu feilen, nachdem wir im Lektorat bereits zusammengesessen und geplottet hatten. Bei Boje ist bisher der Psychothriller Tausend Mal gedenk ich dein erschienen. Neben Romanen im Spannungsgenre schreibt sie aber auch gerne Fantasy – und dass sie das kann, beweist sie mit Forever 21.

 

Die Schreibweise der Autorin ist sehr angenehm und einfach zu verfolgen. Man kann sich schon nach kürzester Zeit ein sehr gutes Bild von der Hauptprotagonistin machen und auch so erhält man einen umfassenden Überblick über die Umgebungen in der Geschichte.

Erzählt wird aus der Erzählperspektive, zuerst nur aus Avas Sicht und später dann auch aus der Sicht von Kyran, womit man schlussendlich beide Charaktere besser kennenlernen konnte.

Ava ist eine freundliche, offene und interessante Persönlichkeit, welche durch eine schicksalshafte Wendung für lange Zeit immer 21 Jahre alt bleibt und durch die Zeit reisen muss. Doch diese Zeitreisen sind nicht ungefährlich, haben einen bitteren Beigeschmack und bringen immer wieder eine verzwickte Aufgabe mit sich.

Kyran scheint ein herzensguter Mensch zu sein, welcher allerdings in der Vergangenheit schon einige Verluste verschmerzen musste. Ich denke, dass wir bei ihm noch auf einige Überraschungen und Enthüllungen gefasst sein dürften.

Insgesamt finde ich die beiden aufgeführten Hauptprotagonisten recht interessant, allerdings sind sie nicht wirklich intensiv und sehr blass gehalten. Ich persönlich konnte dadurch keine wirkliche Bindung zu beiden aufbauen und war aus diesem Grund auch nicht richtig in der Geschichte drinnen. Ich konnte nicht wirklich mitfiebern.

Die Grundidee der Geschichte finde ich klasse, denn es ist schon eine faszinierende Idee mit der Zeitreise und das auf diese ganz besondere und grausame Art und Weise. Der Leser wird von Beginn an immer wieder nur mit kleinen Andeutungen vorangeführt, sodass man bis zum Ende des ersten Bandes nicht weiß warum Ava dieses Schicksal erleiden muss.

Etwas schade finde ich, dass die Grundidee an sich so wirr und teilweise auch einfach zu rasant und undurchdacht ausgeführt wurde. Innerhalb der Geschichte von Ava und Kyran geht es auch darum, dass Ava Aufgaben in der Angelegenheit Liebe lösen muss. Diese kleinen Geschichten haben oftmals ihr Wesen komplett in den Hintergrund gedrängt. Dazu waren diese kleinen Liebesgeschichten für mich oftmals nicht richtig ausgearbeitet, unrealistisch oder zu dick aufgetragen. Ich fand es einfach sehr schade, dass man so viel Potenzial verschenkt und letztlich den Leser beim Verfolgen der Geschichte oftmals etwas hängen gelassen hat.

Innerhalb der Story gibt es gerade auch im Mittelteil des Buches langatmige Stellen, welche es mir wirklich schwer gemacht haben dran zu bleiben. Oftmals ist es einfach zu ruhig, zu informativ oder ereignislos geblieben. Andererseits war oft auch mal eine Idee dabei, welche aber so schnell, unkompliziert bzw. zweckmäßig aufgelöst wurde, dass ich wirklich irritiert und genervt war.

Insgesamt muss ich sagen, dass mir die Idee zur Geschichte sehr gut gefallen hat, jedoch die Umsetzung an einigen Stellen noch hapert. Trotz allem, würde ich sagen, dass sie gerade für die jüngeren Leser ein paar schöne Lesestunden bescheren kann. Man erhält eine Prise Liebe, eine Menge Humor und ein paar kleinere Fälle in Bezug auf Liebesangelegenheiten.

Zum Schluss wurde es sogar nochmal richtig spannend, sodass man neugierig darauf ist wie Ava und Kyran sich aus dieser Situation retten wollen.

 

Mit „Forever21“ hat Lilly Crow einen interessanten und süßen Auftakt einer außergewöhnlichen Liebesgeschichte geschaffen. Leider ist die Umsetzung nicht vollkommen rund und ausgereift gewesen, sodass ich ab und an etwas Schwierigkeiten hatte am Ball zu bleiben.







Rezension: Everly - Schattenreich des Himmels von Vivien Sprenger


Bei dieser Geschichte war ich mir einfach nicht sicher, ob ich sie lesen möchte oder nicht. Auf der einen Seite hat sie mich unheimlich neugierig gemacht, aber auf der anderen konnte sie mich nicht vollständig auf den ersten Blick überzeugen. Letztlich hat sie trotz allem ihre Chance bekommen.

Everly - Schattenreich des Himmels von Vivien Sprenger



Ebook: 268 Seiten
Verlag: Dark Diamonds
Sprache: Deutsch
Reihe: 1 / ?
Kostenpunkt: E-Book 4,99 €
Erschienen: Januar 2017


Band 1: Schattenreich des Himmels


**Gefangen zwischen Himmel und Hölle**

Gegen das oberste Gebot der Erzengel zu verstoßen, bedeutet für einen Engel die Höchststrafe. So auch für Everly Hanson, die nicht nur ihr Zuhause, sondern auch ihren Lebensinhalt verloren hat. Abgelehnt von ihren Freunden lebt sie nun ein ganz normales Leben zwischen den Menschen. Zumindest bis ihre Verbannung aufgrund mysteriöser Ereignisse plötzlich widerrufen wird und sie in ihre Welt zurückkehren kann. Konfrontiert mit ihren ehemaligen Freunden und ihrer großen Liebe muss sie nun lernen, stark zu sein. Stark genug, um all die Geheimnisse des himmlischen Instituts aufzudecken und die Liebe ihres Lebens vielleicht doch noch zurückzugewinnen…


Vivien Sprenger wurde 1997 geboren und lebt mit ihrer Familie in Nordrhein-Westfalen. Bereits in der sechsten Klasse entdeckte sie die fesselnde Welt der Fantasy-Bücher für sich und beschloss selber magische Geschichten zu schreiben, mit denen sie Leser in einen Bann ziehen kann. Was als bloßer Zeitvertreib in den Sommerferien begann, entwickelte sich schnell zu einer bleibenden Leidenschaft, die immer ihren festen Platz neben Jurastudium, Hobbys und Freunden behält.

 

Die Schreibweise der Autorin ist flüssig, angenehm und insgesamt ruhig gehalten sodass man der Story relativ einfach und ohne Komplikationen folgen kann.

Etwas schwierig empfand ich hingegen die ständig wechselnden Sichtweisen. Ich habe sie jetzt nicht genau gezählt, aber es waren um die 5-6 Personen, welche die Geschichte aus ihrer Sichtweise erzählt haben. Ich empfand es als etwas zu viel, da mich dies beim flüssigen Lesen doch teilweise etwas gestört hat. Wir sind von Person zu Person gesprungen und ich war manches Mal echt verwirrt wen ich vor mir habe, auch wenn die Namen vor jedem Kapitel davor stehen.

Everly ist die Hauptprotagonistin in der Geschichte und eine taffe, gefühlsbetonte und offene Persönlichkeit. Man kann sie sich eigentlich sehr gut vorstellen, einen Bezug zu ihr aufbauen und ihr so auch in der Geschichte recht gut folgen.

Neben ihr gibt es noch ihre Freunde, welche alle ihr eigenes Wesen und teilweise auch Gedankenwelt erhalten. So kann man auch sie verfolgen und innerhalb der eigentliche Geschichte noch kleine Randaktionen verfolgen. Auf der einen Seite eine tolle Idee, auf der anderen Seite teilweise etwas verworren umgesetzt.

Die Umsetzung der Geschichte im Gesamten empfand ich insgesamt sehr interessant, allerdings verstecken sich auch ein paar Ungereimtheiten und Schwächen dahinter. Manche Entscheidungen bzw. eingebaute Wendungen waren mir etwas zu unverständlich bzw. konnten von mir nicht ganz nachvollzogen werden. Nach den ersten Kapiteln in diesem Buch hatte ich das Gefühl, dass es ein Einzelband sein wird weil so viele Konflikte von jetzt auf gleich gelöst werden konnten. Doch kurze Zeit darauf, verlief es mir fast etwas zu glatt und einfach, sodass ich dachte dass doch noch etwas folgen könnte.

Everly´s Gaben und Abstammungen konnte ich mir leider schon relativ früh im Buch denken. Die Idee ist schön, aber es war für mich leider keine allzu große Überraschung zum Schluss die aufgewarteten Informationen aufzunehmen. Schon ziemlich am Anfang war mir klar, wohin uns diese Reise führen sollte.

Die eingebaute/n Liebesgeschichte/n sind zwar ganz süß angehaucht, aber konnten mich nicht vollends überzeugen. Mir hat hierbei ein bisschen das Gefühl gefehlt, bzw. der Ansatz hin warum es sich in diese Richtung entwickelt. Auf der einen Seite war es noch nicht vorhanden und auf einmal entflammt ein Funke, der aber letztlich nicht ausgelebt wird. Es hat für mich hier einfach nicht so gepasst gehabt.

Insgesamt wurde ich jedoch schön unterhalten, wenn mir trotz allem noch etwas mehr Überraschungseffekte, spannende Momente und gelüftete Geheimnisse mehr Spaß bereitet hätten. Hier lief mir teilweise alles etwas zu rund, zu einfach und einstudiert. Es macht so den Eindruck, als ob auch die beinhaltenden Charaktere mit Hintergrundwissen voranschreiten und dennoch in verschiedene Fallen hineintapsen.

 

Vivien Sprenger hat mit „Everly – Schattenreich des Himmels“ durchaus einen interessanten Debütroman ins Leben gerufen, welcher zwar mit keiner allzu neuen Story aufwartet aber dennoch liebevolle Charaktere beinhaltet. Für ein Debüt würde ich dennoch sagen, dass es solide aufgebaut und ausgeführt wurde. Es hätte noch mehr rausgeholt werden können, aber ich bin mir sicher dass die noch sehr junge Autorin noch ihre Richtung finden wird. :)






Rezension: Feuerphönix von Julia Zieschang


Ich bin auf dieses Buch vor allem mal wegen dem farbenfrohen Cover, aber auch wegen der Beschreibung aufmerksam geworden. Das Buch klang interessant, spannend und mal mit einem ganz interessanten Thema.


Feuerphönix von Julia Zieschang

Bildrechte Impress


Ebook: 343 Seiten
Verlag: Impress
Sprache: Deutsch
Reihe: 1 / ?
Kostenpunkt: E-Book 3,99 €
Erschienen: Mai 2016


**Das Herz rast, die Augen fliegen über die Zeilen und nichts existiert mehr außer diesem Roman…**

Caro weiß nichts von ihren Eltern. Nichts von dem Erbe, das in ihr ruht. Oder über den unheimlichen Typen mit den goldenen Augen, der sie seit ihrem Geburtstag zu verfolgen scheint. Kann es sein, dass eine Verbindung zwischen ihm und den mysteriösen Bränden besteht, die sich immer häufiger in ihrer Gegenwart entfachen? Caro muss erkennen, dass in ihr Kräfte schlummern, die nicht nur für sie äußerst gefährlich werden können. Sie ist die Nachfahrin einer uralten Linie von magischen Wesen – den Phönixen. Und damit fangen ihre Schwierigkeiten erst an.


Julia Zieschang fand man schon als kleines Mädchen oft hinter einem Buch versteckt vor. Damals waren es noch Märchenbücher, heute liest sie am liebsten romantische Fantasy. Wenn sie nicht gerade mit dem Lesen oder Schreiben von Geschichten beschäftigt ist, befindet sich eine Spiegelreflexkamera vor ihrem Gesicht, denn das Fotografieren ist ihre andere große Leidenschaft.


Die Schreibweise von Julia Zieschang ist insgesamt sehr ruhig und angenehm, wenn ich auch sagen muss dass sie mir manches mal etwas zu ausschweifend ist. Bestimmte Gedanken unserer Protagonistin Caro hätten sich ruhig etwas kürzer halten können. Sie haben mir ab und an etwas überhand genommen.

Erzählt wird die Geschichte aus der Sichtweise von Caro, sodass man vor allem in ihr Seelenleben einen sehr guten Einblick erhält. Ihre Freunde und Vincent lernen wir durch sie besser kennen, wobei die Ausarbeitung hier noch etwas intensiver sein könnte.

Caro ist ein aufgeweckter, freundlicher und sehr offener Charakter. Sie liebt das Leben, lernt gerne und viel und erfreut sich an ihrem Leben. Auch wenn sie eine nicht ganz typische Kindheit hatte, ging es ihr zu jeder Zeit gut und bis auf einigen Fragen konnte sie sich bisher nicht beschweren. Doch nun tauchen viele mysteriöse Dinge auf und mit Vincent wird ein längst abgehacktes Kapitel noch einmal aufgeschlagen.

Vincent ist ein sehr gelassener, in manchen Situationen aufbrausender, zuvorkommender aber auch viel zu oft zu unselbstständiger Charakter. Ich mochte ihn eigentlich von Beginn an sehr gerne, doch mit der Zeit fand ich ihn etwas zu platt. Mir hätten noch ein paar Hintergrunddetails zu seiner Person sehr gut gefallen, einfach mehr Gefühl. Zu späterer Zeit merkt man auch, dass man oft nicht ihn selber vor sich hat sondern eine Person die geformt wurde und es nicht schafft aus seinem Käfig auszubrechen.

Die Geschichte an sich ist ganz schön aufgebaut worden, allerdings muss ich sagen dass ich etwas mehr erwartet hätte. Wenn ich von Beginn an mit der Info herangegangen wäre, dass es eine reine Liebesgeschichte mit kleinen Fantasyabhandlungen ist dann würde ich sagen super getroffen. Allerdings hatte ich den Anreiz, dass es sich hierbei um eine Fantasygeschichte handelt, bei welcher die Liebe nicht zu kurz kommt.

Zum Ende diesen ersten Bandes erhält der Leser die Hoffnung, dass wir gerade im zweiten Band endlich etwas mehr von dem fantasyvollem erhalten. In diesem ersten Band geht es jedoch vorwiegend um das gefühlvolle Band der Liebe welches sich nach und nach entwickelt.

Viel aufregendes passiert in der Geschichte bisher nicht, sodass man sich auf eine ruhige Liebesgeschichte einstellen kann. Zwar kommen durchaus auch die Phönixe und ihre Kräfte ins Spiel, allerdings vorerst nur knapp und vorwiegend in Erklärungen.

Ich hoffe, dass es im zweiten Band etwas intensiver, fantasievoller und vor allem aufregender von statten geht. Das Ende lässt mich darauf hoffen, dass es nun auch mal zur Sache gehen könnte und wir wesentlich mehr über die Phönixe, ihre Kräfte und die komplette Geschichte erfahren können.

 
Ein schöner Einstieg in eine Geschichte, aus der noch so viel mehr herausgeholt werden kann. In diesem ersten Band erhalten wir vor allem eine kleine wachsende Liebesgeschichte, welche sich nach und nach entwickelt.

Auch wenn der Bezug zu den Phönixen vorhanden ist und aufgeführt wird, hätte es für mich noch einen Ticken mehr sein können. Mir hat so ein bisschen der Fantasyteil in der Geschichte gefehlt.






Rezension: Forbidden Touch - Sieben Sekunden von Kerstin Ruhkieck

Diese Reihe vom Impressverlag hat mich ja von Anfang an unglaublich neugierig gemacht. Eine Welt, in welcher die Länge der Berührung ausschlaggebender Punkt der eigenen Gefühle ist.

Irgendwie für unsere Gesellschaft total unmöglich, aber gleichzeitig auch mehr als spannend.

Forbidden Touch - Sieben Sekunden von Kerstin Ruhkieck 

Bildrechte Impress

Daten & Fakten:

Ebook: 346 Seiten
Verlag: Impress
Sprache: Deutsch
Reihe: 1 / ?
Kostenpunkt: E-Book 3,99 €
Erschienen: April 2016

Reihe:

Band 1: Sieben Sekunden
Band 2:

Der Inhalt:

Es braucht für einen Menschen nur eine Berührung von sieben Sekunden, um sich zu verlieben. Aber Liebe ist eine der vielen Gefahren, die unkontrollierte Nähe mit sich bringen könnte. Um die Menschen davor zu schützen, wird in der neuen Welt von AurA Eupa jegliche Berührung strengstens überwacht. Die Bevölkerung ist eingeteilt in die drei Ligen der Schönheit, der Kontakt zwischen ihnen verboten. Doch als die junge Novalee aus der durchschnittlichen Liga 2 in die Siedlung der Unverheirateten zieht und auf Graey trifft, ist sie sich der staatlichen Ordnung nicht mehr sicher. Graey ist nicht durchschnittlich, sondern höchst attraktiv. Und sieben Sekunden können unendlich kurz sein…

Die Autorin:

Kerstin Ruhkieck, Jahrgang 1979, schreibt Geschichten, seit sie einen Stift halten kann. Sie schreibt Psychothriller für Erwachsene und Jugendbücher, beides Genre, die sie selbst gerne liest. Nachdem das Leben einige Stolpersteine für sie bereitgehalten hatte, holte die Autorin ihr Abitur auf dem zweiten Bildungsweg nach und studierte einige Zeit Deutsche Sprache und Literatur in Hamburg. Kerstin Ruhkieck ist verheiratet und hat zwei Söhne.

Mein Fazit:

Die Schreibweise der Autorin ist sehr angenehm. Sie hat einen flüssigen, ruhigen und gleichzeitig fesselnden und einnehmenden Schreibstil. Ich wurde in die Geschichte hineinkatapultiert, jedoch nicht als Mitspieler in der Geschichte sondern als emotional gebundener Beobachter, was im Nachhinein nicht besser ist.

Erzählt wird diese Geschichte aus zwei Sichtweisen. Da haben wir einmal unsere Nova, welche mit 18 noch immer nicht verheiratet ist und somit in die Siedlung der Unverheirateten ziehen muss und ihren Cousin Crish, welcher mit seinen 16 Jahren kurz davor steht ins Leben zu treten.

Nova ist eine herzensgute, regelbezogene und sehr ruhige Persönlichkeit. Sie möchte so wenig wie möglich auffallen und auf gar keinen Fall gegen die Regeln verstoßen. Auch wenn sie die Sichtweisen der Regierung nicht immer gut heißt und versteht, würde sie niemals dagegen angehen. Sie hat früh gelernt was es heißt aus der Reihe zu tanzen und versucht nun alles um nicht aufzufallen. Das fällt allerdings in ihrer neuen Siedlung recht schwer, denn hier scheint so einiges schief zu laufen.

Crish ist ein unglaublich einsamer, verschlossener und trauriger Zeitgenosse. Man könnte ihn schon fast melancholisch beschreiben. Ihm fehlt so ein bisschen der Antrieb, welcher ihn aus seinem Loch herauszieht. Er ist felsenfest davon überzeugt, dass er nicht gut aussieht und es nicht verdient dort zu sein wo er ist. Manches Mal hätte ich ihn wirklich vor den Kopf hauen können, wobei seine Sichtweise von vielen schicksalshaften Begegnungen herkommt welche mich verstören und gleichzeitig mehr als nur verärgern.

Die Geschichte selber ist wirklich gut durchdacht und aufgebaut. Wir wechseln zwischen den Perspektiven unserer beiden Hauptprotagonisten und erleben so verschiedene Ebenen in dieser Welt. Zu erst einmal kann man nicht verstehen, was beide Personen miteinander zutun haben außer das natürlich die Verwandtschaft besteht. Doch gerade zum Schluss finden wir den passenden Faden und können nur hoffen, dass sie sich gegenseitig Halt und Hilfe bieten können.

Die Erlebnisse unserer beiden schwingen zwischen grausam, brutal und absoluter Fassungslosigkeit. Die Autorin versteht es schlimme Szenen auch genau so in den Kopf hinein zu projizieren ohne es zu übertreiben. Wir erleben viele traurige und schlimme Sachen, die beispielsweise Crish zustoßen. Und auch wenn wir nicht alles haargenau wissen, können wir uns gefühlstechnisch trotz allem vollends hineindenken.

Was ich sehr schön finde ist, dass der Leser sowohl die guten Seiten von AurA Eupa kennenlernt aber auch nach und nach die nicht so berauschenden. Wir werden gemeinsam mit den Charakteren dahin geführt und gerade zum Schluss konnte ich es gar nicht erwarten mehr zu erfahren.

Die einzelnen Charaktere wurden sehr schön gestaltet, wobei mir beide Hauptcharaktere etwas zu passiv gehalten wurden. Es ist selten etwas von ihnen ausgegangen, was ich anfangs noch gut gefunden habe doch nach und nach etwas nervig war. Trotz allem konnte ich mich gut mit ihnen identifizieren und hoffe einfach, dass sie im nächsten Band mehr die Zügel in die eigenen Hände nehmen.

Die Nebencharaktere werden teilweise beleuchtet, wobei hier strickt der Augenmerk auf ganz vereinzelte gelegt wurde. Alle „Klassenkameraden“, unwichtige Nachbarn und mehr werden zwar kurz angeschnitten doch erhalten im Großen und Ganzen kein wirkliches Bild.

Zum Schluss hin erwartet den Leser eine Menge Aufklärung und einen gemeinen Cliffhänger, welcher unglaublich neugierig darauf macht wie es nun weitergeht und was wir noch alles herausfinden werden.

Mein Gesamtfazit:

Definitiv ein gelungener Dystopie-Auftakt, der den Leser in seinen Bann zieht. Man kann sich in die beiden Hauptcharaktere sehr gut hineinversetzen und mit ihnen zusammen ergründen was an dieser perfekten klassenverteilten Welt doch letzten Endes alles schief läuft und versucht mit ihnen ein Leben zu schaffen, in denen sie so sein dürfen wie sie sind.

Meine Wertung:


Rezension: Das Geheimnis des Nebels von Pia Hepke

Durch Ihre Geschichte Irrlichter bin ich auf die Autorin eigentlich überhaupt aufmerksam geworden und weil mich diese so unglaublich begeistert hatte, war ich sehr neugierig was mich in Ihrer Drachengeschichte erwarten würde.

Das Geheimnis des Nebels von Pia Hepke

Bildrechte Pia Hepke

Daten & Fakten:

Ebook: 340 Seiten
Verlag: Burg Verlag
Sprache: Deutsch
Reihe: 1 / 4
Kostenpunkt: E-Book 9,99 €, Broschiert 12,50 €
Erschienen: März 2013

Reihe:

Band 1: Das Geheimnis des Nebels
Band 2: Das Geheimnis des Feuers
Band 3: Das Geheimnis des Wissens
Band 4: Das Geheimnis der Liebe

Der Inhalt:

Eine kleine, eher verträumte Stadt, inmitten von Wald und Wiesen gelegen,wird in letzter Zeit häufiger von einem Naturphänomen heimgesucht. Immer wieder wird der Ort in einen undurchdringlichen Nebel gehüllt.
Diana spürt, dass etwas Magisches in der Luft liegt. Zuerst der Nebel, dann diese rätselhafte Schattengestalt im Wald. Sollte das wirklich ein Drache gewesen sein? Aber wieso verließ dann ein Mensch die Lichtung?
Dazu noch der mysteriöse Neue an der Schule; Adrian. Seine unglaublich grünen Augen scheinen auf Diana eine fast schon magische Anziehungskraft auszuüben. Aber was hatte er mitten in der Nacht im Wald
zu suchen? Ob er etwas mit dem Brand auf der Klassenfahrt zu tun hat?
Sollte ihr das Bild von der Lichtung im Nebel, welches sie aus einer Laune heraus malt, dabei helfen das Rätsel zu lösen?

Die Autorin:

Pia Hepke wurde 1992 in Oldenburg i.O. geboren.

Schon immer haben sie Büchern begeistert. Nicht selten kommt es vor, dass sie zu einem wahren Lesemarathon aufbricht. Dann wird bis spät in die Nacht gelesen und die Bücher werden regelrecht verschlungen.

Ansonsten verbringt Pia ihre Zeit gerne mit ihren beiden Pferden und ihrem Hund. Diese müssen öfters als Foto- oder Malobjekte herhalten. Da es ihr an Fantasie nicht mangelt, liegt es nahe die vielen Ideen auch in schriftlicher Form aufs Papier zu bringen. Was sie als 15-jährige erstmals verfasste, wurde in den folgenden Jahren mehrmals überarbeitet, bis es zu ihrem ersten Roman herangewachsen ist.

Mein Fazit:

Soweit mir bekannt ist war „Das Geheimnis des Nebels“ das Debüt von Pia Hepke, daher habe ich schon erwartet dass es etwas anders geschrieben wurde wie Irrlichter und wie ich beim Lesen gemerkt habe war dies eine korrekte Einschätzung.

Pia Hepke schreibt sehr angenehm. Man kann der Geschichte einfach und ohne große Probleme folgen, jedoch merkt man in diesem ersten Band stark die irgendwie junge und einfach gestrickte Schreibweise, was aber nicht negativ zu sehen ist. Mir war es an manchen Stellen nur noch etwas zu unausgereift.

Erzählt wird die Geschichte sowohl in der Ich-Perspektive von Diana, als auch teilweise in der Erzählerperspektive. Das hat mich sehr überrascht, da ich diese Kombination auch noch nicht hatte. Ich empfand sie allerdings als sehr angenehm, die Autorin hat es verstanden alles gut zusammenzuführen.

Diana ist eine unserer Hauptprotagonistin und ich empfand sie insgesamt als etwas zu rund. Sie ist ein freundlicher, hilfsbereiter und unkomplizierter Charakter. Allerdings hätte ich mir manches Mal gewünscht, dass sie neben dem Perfekt sein auch ein paar Kanten aufzeigt. Sie wirkte für mich gerade in der erste Hälfte des Buches einfach zu unnatürlich was sehr schade war.

Ich hoffe darauf, dass sie vielleicht im zweiten Band etwas natürlicher und angenehmer dargestellt wird. :)

Adrian ist ein ruhiger, zurückgezogener und vorsichtiger Kerl. Er hat seine Geheimnisse, welche der Leser zwar von Anfang an kennt, aber dennoch mit Diana weitere Erklärungen sucht. Im Gesamten fand ich ihn nicht schlecht, aber auch er konnte mich nicht sofort fesseln. Ich kann es nicht mal ganz genau beschreiben, aber er war mir teilweise einfach zu zurückgezogen und ist zu selten aufgetaucht als das ich ihn richtig greifen konnte.

Die Nebencharakter konnten mich leider teilweise mehr begeistern, als unsere beiden Hauptprotagonisten. Da ist unter anderem Janina, die eine richtige Zicke und auf sich selbst bezogen ist. Aber genau das hat sie für mich greifbar und menschlich dargestellt. Sie hat ihre Kanten und zeigt sie, was sie auf der einen Seite wieder Sympathisch wirken lässt.

Dann auch Adrians Halbbruder Jason, welcher geheimnisvoll, unnahbar und faszinierend wirkt. Er kommt erst ziemlich zum Schluss des Buches vor und doch hat er mich von allen Charakteren mit am meisten fasziniert. :)

Die Geschichte an sich finde ich sehr schön ausgeführt. Man merkt, dass die Autorin sich viele Gedanken über die Charaktere und die Gegenden gemacht hat. Leider ist es gleichzeitig auch so, dass es einige extrem langgezogene Stellen im Buch gibt die das Lesen erheblich erschweren können. Hier wird teilweise einfach zu intensiv auf Einzelheiten eingegangen. Man hätte gewisse Beschreibungen etwas abkürzen können ohne der Geschichte zu schaden. Hier kommt der Spruch gut „Weniger ist manchmal mehr“.

Auch waren einige potenziell gefährliche Stellen, letzten Endes nur so in die Stimmung gesetzt worden weil die einzelnen Charaktere viel zu ängstlich und panisch darauf reagiert haben. Es hat mich ab und an etwas verwirrt dastehen lassen, denn ich konnte diese Überreaktion nicht nachvollziehen. Aber gut, dass sind letzten Endes Dinge die mir als „Vielleser“ wohl einfach auffallen. ^^°

Ich bin auf alle Fälle sehr gespannt, wie sich die Geschichte im zweiten Band entwickelt.

Mein Gesamtfazit:

Insgesamt ein solides Debüt der Autorin, welches mit einer gute Umsetzung und einer interessanten Idee punkten kann. Die Schreibweise ist angenehm, wenn auch teilweise etwas zu ausführlich und trotz noch nicht ganz ausgereifter Charaktere kann man sich in die Geschichte fallen lassen und Geheimnisse der Drachen lüften.

Meine Wertung:


@ zur Verfügung gestellt von Pia Hepke

Rezension: Seelenlos - Splitterglanz von Juliane Maibach

Schon die letzte Trilogie von Juliane hat mich gefesselt, begeistert und abhängig von ihrer Schreibweise und ihren Büchern gemacht. Aus diesem Grund konnte ich es mir einfach nicht erlauben, den neusten Reihenauftakt „Seelenlos“ zu verpassen.

Seelenlos - Splitterglanz von Juliane Maibach


Daten & Fakten:

Taschenbuch: 316 Seiten
Verlag: Juliane Maibach
Sprache: Deutsch
Reihe: 1 / ?
Kostenpunkt: E-Book 3,49 €, TB 9,90 €
Erschienen: Februar 2016

Reihe:

Band 1: Splitterglanz

Der Inhalt:

»Einer Legende nach streifen die Anmagras der toten Nephim durch die Welt, immer auf der Suche nach einer schwangeren Frau. Sie dringen in die Körper der Ungeborenen ein, töten sie und übernehmen ihren Leib. Wie ein Parasit wachsen sie dann in der Frau heran, die nichts davon ahnt, dass ihr eigenes Kind längst nicht mehr am Leben ist, sondern von diesem grausamen Geschöpf umgebracht wurde. In diesen Kindern ist von Geburt an nichts Gutes zu finden ...«

Auch Gwen muss die Grausamkeiten der Nephim kennenlernen, nachdem sie in einer für sie fremden Welt gelandet ist. Sie hätte niemals gedacht, dass sie sich jemals solche Fragen stellen müsste: Wie findet man den Weg zurück, nachdem man durch einen Spiegel gefallen ist? Wie tötet man ein Wesen, das keine Seele besitzt und beinahe unsterblich ist? Und wie soll man mit einem verschlossenen, schlecht gelaunten Kerl zurechtkommen, der in einem eigentlich nichts anderes als ein Mittel zum Zweck sieht und keinen Wert auf Gesellschaft legt?

Gwen verfügt über eine ganz besondere Gabe, die Tares auch für sich nutzen will: Sie kann das Licht der Splitter des Glutamuletts wahrnehmen. Setzt man diese zusammen, wird einem sein sehnlichster Wunsch erfüllt. Schon bald wird Gwen immer tiefer in die Geschehnisse hineingezogen und muss feststellen, dass sie nicht ohne Grund in diese fremde Welt gelangt - sie von dunklen Geheimnissen und drohendem Unheil umgeben ist: Die Seelenlosen sind nahe.

Die Autorin:

Juliane Maibach wurde 1983 geboren und lebt zusammen mit ihrem Mann im malerischen Freiburg im Schwarzwald. Sie schreibt seit ihrer Kindheit,- zunächst Kurzgeschichten und Gedichte; später dann auch erste längere Geschichten und ganze Bücher, in denen sie ihre eigenen fantasievollen Welten erschaffen konnte. Inzwischen schreibt sie vor allem im Romantic-Fantasy Genre. Nach einem Germanistik Studium arbeitete sie in verschiedenen Bereichen, unter anderem in der Verwaltung. Mittlerweile konnte sie sich jedoch ihren großen Traum erfüllen und arbeitet ausschließlich als Autorin. Mit ihrer ersten Roman Reihe Necare, die in fünf Bänden abgeschlossen ist, konnte sie eine Vielzahl an Lesern begeistern und in ihren Bann ziehen. 2013 gewann sie mit dem ersten Band ihrer Necare Reihe den Shortlist-Preis des Autoren@Leipzig Award der Leipziger Buchmesse. Momentan arbeitet Juliane Maibach an ihrer neuen Fantasy Triologie, deren erster Band im März 2015 erschienen ist.

Mein Fazit:

Schon das Cover in Verbindung mit diesem Klappentext war eigentlich schon mein Verderben. Wobei nein eigentlich stimmt das nur zur Hälfte, denn eigentlich wusste ich schon bevor das Buch einen Namen und ein Cover hatte, dass ich es unbedingt lesen musste. Denn ich kann es einfach so sagen, die Schreibweise und die Umsetzung in der letzten Trilogie von Juliane haben mich süchtig gemacht und dazu noch unglaublich neugierig.

Auch hier finden wir wieder eine flüssige, humorvolle, düstere und gleichzeitig jugendliche Schreibweise die mich sofort in ihren Bann gezogen hat. Sie hat mir nicht nur die Umgebungen mit einfachen und bildhaften Worten näher gebracht, sondern auch die Charaktere in meinen Kopf gesetzt. Jeden einzelnen von Ihnen konnte ich mir vorstellen und habe sie sofort irgendwie in mein Herz einschließen können.

Da haben wir unter anderem unsere Hauptprotagonistin Gwen, welche ein aufgewecktes, freundliches und hilfsbreites Wesen hat. Nach dem Verlust ihres Großvaters findet sie ausversehen einen Weg in eine fremde Welt. Hier muss sie schnell Kompromisse schließen und einen Weg finden, wieder nach Hause zu finden bzw. sich selber nicht zu verlieren.

In der fremden Welt treffen wir unter anderem Tares an, welcher mir ja von Anfang an unglaublich gut gefallen hat. :D Er ist der Böse, welcher unglaublich heiß ist und mich echt zum schmachten bringt. Wie schafft Juliane das nur. *jammi* Naja auf jedenfall hat es Gwen mit ihm nicht allzu einfach und dennoch kann auch sie sich seinem Charme – den er wahrscheinlich eher unbewusst ausstrahlt – nicht entziehen. Ich persönlich mag seine grimmige, genervte und doch immer wieder liebevolle und sorgenvolle Art unheimlich gerne. Ich finde hier wurde ein vielschichtiger Charakter aufgebaut, mit dem wir denke ich noch eine Menge erleben werden.

Natürlich gibt es in diesem Band noch einige andere Charaktere, welche wir auch noch genauer kennen lernen werden. Ich finde es sehr schön, dass die Autorin hier tatsächlich ganz unterschiedliche Personen aufeinander treffen lässt die sich schlussendlich irgendwie miteinander abgeben müssen. Daraus entsteht eine Gemeinschaft, die interessanter, vielschichtiger und ich denke gefährlicher nicht sein könnte.

Neben den wirklich schön geformten und greifbaren Charakteren, hat es die Autorin ebenfalls hinbekommen mich von den grausamen und gefährlichen Wesen – den Nephim und Asheiy – zu überzeugen, sodass ich diese beim Lesen tatsächlich direkt vor mir habe. Kein schöner Anblick (wobei manches mal vielleicht schon), das kann ich euch sagen. Die Gänsehaut ist vorprogrammiert. ;)

Die Umsetzung der Geschichte finde ich mehr als gelungen. Es beginnt etwas ruhiger, doch das hält nicht lange. Schon nach kurzer Zeit werden wir in einen Strudel der Gefahren, Misstrauen und Hoffnungen hineingezogen. Wir gehen zusammen mit Gwen und Tares auf die Suche nach Splittern, welche zusammengesetzt jeden Wunsch erfüllen können. Doch welcher Wunsch ist auch der richtige ohne Schaden anzurichten?

In dieser Geschichte konnte ich nichts vorhersehen, außer vielleicht die kleine süße Liebesgeschichte die sich ganz zart andeutet. Ansonsten war ich verloren und musste mich treiben lassen. Gar nicht so einfach, gerade wenn es so spannend ist dass man nicht mehr aufhören kann zu lesen. Ich war und bin wirklich unglaublich begeistert von dieser ganzen Geschichte.

Die Autorin hat es geschafft eine fantastische Welt zu schaffen, mit einer tollen und mitreisenden Story und wunderbar greifbaren Charakteren, dass man eigentlich nur wissen will wie es weitergeht. Daher hoffe ich inständig, dass wir nicht allzu lange auf den zweiten Teil warten müssen, damit ich dieses grausame Ende bald mit weiteren Informationen füllen kann. ;)

Mein Gesamtfazit:

Ein ganz wundervoller, emotionaler, ergreifender und rasanter erster Teil einer viel versprechenden neuen Reihe von Juliane Maibach. Sie versteht es einfach ihre Leser zu verzaubern, in ihre Geschichten hineinziehen und sie alles hautnah miterleben zu lassen.

Meine Wertung:


@ zur Verfügung gestellt von Juliane Maibach

Rezension: Blaubeermorde von Mareike Marlow

So ab und an mag ich es total gerne mal aus meinen Jugendbüchern und Fantasygenre auszubrechen. Einfach mal eine ganz andere Sparte zu genießen. Cosy-Krimis beherbergen nicht nur einen mehr oder weniger kniffligen Kriminalfall sondern auch ein bisschne Herzschmerz und Familienidylle.

Genau ein solcher Cosy-Krimi ist wieder Blaubeermorde von Mareike Marlow, welchen ich mir gerne zur Brust genommen habe.

Blaubeermorde von Mareike Marlow


Daten & Fakten:

Taschenbuch: 267 Seiten
Verlag: Knaur 
Sprache: Deutsch
Reihe: 1 / ?
Kostenpunkt: E-Book 9,99 €, TB 9,99 €
Erschienen: Februar 2016

Reihe:

Band 1: Blaubeermorde
Band 2: Blutroter Flieder

Der Inhalt:

Tessa, 32, träumt vom Leben auf dem Land, mit Rüschchen-Schick und Obstkuchen. Jana, 63, lebt auf dem Land, mit Gummistiefeln und Misthaufen. Eigentlich haben die beiden nichts gemeinsam. Bis auf die Tatsache, dass sie Halbschwestern sind – und das Haus am See, das sie zusammen geerbt haben. Ach ja, und natürlich die Leiche in ebenjenem See ... Mit norddeutscher Gelassenheit und Berliner Elan machen die ungleichen Schwestern sich an die Lösung ihres ersten Mordfalls.

Die Autorin:

Ihre ersten Geschichten erfand sie im Urstromtal der Isar, wenn sie dort mit ihrem Hund auf Entdeckungstour war.
Als junge Frau in Berlin gestrandet, genoss sie zwar die Annehmlichkeiten der Großstadt, die niemals schläft, doch tief im Herzen wuchs die Sehnsucht nach Landluft. Und so zog Mareike Marlow mit ihrem Mann von der Hauptstadt in ein wunderbares niedersächsisches Örtchen. Dort widmet sie sich seitdem ihrem Garten, stromert mit ihren Kindern durch die Natur und findet dadurch immer wieder neue Ideen für ihre Bücher.

Mein Fazit:

Die Schreibweise ist sehr angenehm und flüssig, sodass man schnell und ohne große Probleme durch das Buch getragen wird. Ich konnte mir die Umgebung und ganz besonders die Charaktere unglaublich gut vorstellen. Ich habe mich sehr wohlgefühlt beim Lesen und war gespannt, was uns in einem so ruhigen Dorf alles erwarten könnte.

Unsere beiden Hauptprotagonistinnen könnten unterschiedlicher nicht sein.

Einmal die hippe, junge und aufweckte Tessa, welche ihren Traumberuf Journalisten auslebt, gleichzeitig ein Girly der Stadt ist und auf der anderen Seite trotz allem das Landleben reizt.

Dazu noch die quirlige, freundliche und imposante Ärztin mit Namen Jana, welche die Halbschwester von Tessa ist und so völlig anders tickt.

Ein ungleiches Paar, welches so viel Charme und Freundlichkeit ausstrahlt dass es einfach nur Spaß machen kann. Die Dialoge untereinander, aber auch mit den anderen Charakteren im Buch hat mich mehr als einmal schmunzeln lassen. Hier wird das Landleben noch groß geschrieben und es treffen zwei unterschiedliche Welten aufeinander, die aber schlussendlich perfekt miteinander harmonieren.

Neben der Zusammenführung einer bislang nicht bekannten Familie, gibt es auch noch den ersten Mordfall welcher gelöst werden sollte. Hierbei kommen nicht nur unsere beiden Halbschwestern zum Einsatz, sondern auch unser schüchterner Polizeibeamte Martin, genauso wie einige Freunde von Jana.

Im Gedächtnis bleiben einem eigentlich alle Bewohner des Dorfes, sofern sie denn einen direkten Auftritt in unserem Geschehen hatten. Doch von allen ist mir am meisten unser Martin, der backen- und kochende Polizeibeamter im Kopf geblieben. Es ist einfach so erfrischend, wie zurückhaltend, ängstlich und total unerfahren der Gutste im Bezug auf Frauen ist. Ich hoffe wirklich, dass er auch in den Folgebändern erscheint und endlich mal vom Buben zum Mann wird, damit da mal mehr Zack hinten dran ist.

Die Umsetzung der Geschichte hat mir unglaublich gut gefallen. Wir lernen die einzelnen Schwestern kennen und erleben, wie sich zwei komplett unterschiedliche Polen trotz allem zusammenfinden können. Der Mordfall ist verzwickt, nimmt mehrere Kurven und hat mich als Leser doch immer wieder überraschen können. Da hatte ich einen Mörder im Kopf, welcher aber letzten Endes gar nicht das Motiv oder die Möglichkeit hatte und andere habe ich komplett außen vor gelassen und das obwohl es Indizien gab. Die Autorin hat es geschafft, dass ich neugierig war und mit recherchiert habe. Ich wollte herausfinden wer der Mörder war, wieso dies alles zustande kam und natürlich wie sich unsere Geschwister schlagen. Werden sie einen Draht zueinander finden?

Mein Gesamtfazit:

Ich habe mich sehr gut unterhalten gefühlt und kann nur sagen, dass es sich durchaus lohnt in diesen Cosy Krimi hineinzulesen. Man erlebt neben einem verzwickten Mordfall, auch eine ganze Portion Charme, Witz und Familiengeheimnisse, sowie lebhaften und unglaublich schön ausgebauten Charakteren. :)

Meine Wertung: