Rezension: Der goldene Kompass von Philip Pullman

Hey meine Lieben,

heute möchte ich euch den ersten Band von Philip Pullman seiner Trilogie „Der goldene Kompass“ vorstellen. Ich bin lange darum geschlichen und habe es endlich hinbekommen diesen auch zu lesen.


Der goldene Kompass von Philip Pullman


Daten & Fakten:

Taschenbuch: 444 Seiten
Verlag: CARLSON
Sprache: Deutsch
ISBN: 978-3-551-35720-5
Buchreihe: 1 - 3
Kostenpunkt: 5,95 € (D)
Erschienen: Oktober 201
Leseprobe


Die Autorin:

Philip Pullman wurde am 19. Oktober 1946 in Norwich, England, geboren. Er wuchs in Rhodesien, Australien, London und Wales auf. Nach der Schule besuchte er das Exeter College in Oxford, wo er Englisch studierte. Er unterrichtete an verschiedenen Middle Schools. Heute lebt er mit seiner Frau in Oxford und arbeitet nebenberuflich als Literaturdozent am Westminster College. Er hat Bilderbücher, Theaterstücke und Thriller geschrieben.

Der Verlag erzählt:


In einer Welt, die der unseren sehr ähnlich ist, lebt das Mädchen Lyra, das in einem College aufwächst. Als immer wieder Kinder aus der Gegend verschwinden, machen grässliche Geschichten die Runde. Bis sich Lyra entschließt, sich auf die Suche nach den verschollenen Freunden zu machen. Hinter dem Polarlicht betritt sie eine unbekannte, märchenhafte Welt.

(Text laut Verlagsseite)


Die Covergestaltung:

Ich muss sagen, dass Cover des Taschenbuches ist nicht unbedingt das schönste. Aber es wurde ja auch schon sehr früh gestaltet und dazu passt es perfekt zum Buch. Die kleine Lyra und der Bär Ioerek, welche ein Abenteuer zusammen bestreiten. Der Titel selber passt eigentlich nur so halber, da kein goldener Kompass sondern das Alethiometer die Hauptrolle spielt. Doch vom Namen her klingt „Der goldene Kompass“ natürlich doch etwas besser. ;o)

Meine Meinung:

Ich habe den Film zu diesem Buch schon vor einigen Jahren mal gesehen und muss sagen, dass mir der Filminhalt sehr gut gefallen hat. Die Umsetzung hat mich schlussendlich leider nicht wirklich überzeugt, aber dennoch blieb dieser Film immer etwas in meinem Hinterkopf versteckt und kam immer mal wieder hervor. Nun hatte ich davon endgültig genug, immerhin gab es ja auch die Bücher von „Der goldene Kompass“ und hier konnte ich die Fortsetzungen ergründen. Doch bevor natürlich die weiterführenden Bücher dran kommen, wollte ich auch das erste Buch lesen. Gerade um herauszufinden, was in der Filmvariante alles weggelassen wurde.

Also habe ich mich daran gesetzt dieses Buch zu ergründen und wurde wirklich überrascht, wie gut es sich lesen lässt. Die Schrift ist zwar leider sehr klein, was gerade abends –sobald man müde ist- Schwierigkeiten bereitet. Dennoch ist alles sehr flüssig zu lesen und man wird durch das Buch geführt. Das Buch ist anspruchsvoll geschrieben wie ich finde. Man muss sich auf das Buch konzentrieren, um alles ganz genau verstehen und nachvollziehen zu können.

Die Charaktere in der Geschichte sind sehr genau, intensiv und menschlich beschrieben worden. Man kann sich in sie hinein fühlen und bekommt die Schmerzen, Freuden und andere Gefühle sehr gut mit. Lyra – definitiv der Hauptcharakter der Geschichte – mit samt ihrem Dämon Pantalaimon ist ein sehr wissbegieriges, listiges, schlaues, selbstbewusstes und mutiges kleines Mädchen, welches einem als Leser natürlich unheimlich viele Variationen von sich aufzeigt und einen so noch mehr in die Geschichte hineinzieht. Sie wirkt in der Geschichte mit machen Taten wie ein Erwachsener, doch immer wieder kommt auch das kindliche heraus was hervorragend beschrieben wurde.
Doch auch die anderen Charaktere wie den Bären Ioerek, Lord Asriel, Marisa Coulter und viele andere Charakter kann man durchaus in sein Herz schließen oder aber auch überhaupt nicht mögen. Sie sind alle so menschlich und teilweise leider auch grausam geschildert, dass man definitiv seine Favoriten in beiden Variationen findet.

In der Geschichte selber geht es vor allem um die kleine Lyra, auch wenn sie selber das überhaupt nicht weiß. Sie hat ihr bisheriges Leben in einem Kloster verbracht, abgeschieden von allem anderen. Sie wurde zu einem kleinen Raudi würde ich meinen, führt Kindergruppen an und schlägert sich auch mal mit der Unter- bzw. Oberschicht. Es gehört einfach zu ihrem Leben.
Auf einmal wird alles anders, als Lord Asriel wieder einmal zu Besuch kommt und von Staub erzählt. Alle im Kloster sind sehr aufgeregt und besorgt, was Lyra im Grunde zufällig herausfindet. Dann erfährt sie auch noch das viele Kinder verschleppt werden und das höchstwahrscheinlich wegen Staub. Als auch Roger, ihr bester Freund, verschwindet wird Lyra nervös und möchte sich unbedingt darum kümmern. Doch als sie ihre Entscheidung trifft nach Roger zu suchen, wird sie von Marisa Coulter überrascht welche sofort ihr Interesse weckt und sie schlussendlich auf ihre Reisen mitnimmt. Doch sehr schnell merkt Lyra, dass Ms. Coulter keine „nette“ Frau ist und Lyra im Grunde nur einsperrt. Das ist nicht ihr Leben und nachdem Ms. Coulter ihr mehr als einmal wehgetan und sie verschreckt hat, trifft Lyra ihre nächste Entscheidung. Nämlich einfach von dort weg. Ab diesem Zeitpunkt beginnt Lyras Reise, in welcher sie viele neue Freunde aber auch Feinde trifft. Schlussendlich erfährt sie viel über sich selber, ihre Herkunft aber auch über Staub und ihre Freunde. Eine Geschichte beginnt die fesselt und zugleich grausam ist.

Was man bei diesem Buch unbedingt wissen sollte ist, dass dieses Buch nicht vor Grausamkeiten zurückschreckt. Ich hatte einige Stellen wo mich wirklich eine Gänsehaut gepackt hat. Es war nicht angenehm und gleichzeitig hat es mich dennoch überkommen unbedingt weiter zu lesen. In dem Buch nimmt man sehr gut die Liebe, die Freundschaft, aber auch den Hass und die brutalen Kampfdetails wahr. Alles wird unter einem Hut gesteckt, sodass es hervorragend da hineinpasst.

Ich finde die Verbindung an sich mit Kind/Erwachsenen und den dazugehörigen Dämonen einfach eine klasse Idee. Solch eine Kombination hatte ich bisher noch nicht gehört, daher hat mich das Buch auch so interessiert. Es ist mal etwas ganz neues und interessantes. Dazu wird es im Buch einfach hervorragend aufgezeigt, sodass man sich regelrecht vorstellen kann wie schmerzhaft und schlimm es sein muss wenn man den Kindern die Dämonen wegnehmen würde.

Nicht nur Lyra prägen und verängstigen die ganzen Erlebnisse, auch mich haben sie unheimlich mitgenommen und ich musste das Ganze nach dem Lesen erst mal verdauen. Das Buch ist fesselnd, kampfintensiv, vielseitig und mehr als ansprechend geschrieben. Ich habe mich trotz der vielen brutalen Szenen wohl mit dem Buch gefühlt. Es war spannend dieses Buch zu lesen und sich in die Geschichte fallen zu lassen, wobei ich mehr als einmal die Luft angehalten habe wegen der brutalen Vorgehensweise.

Definitiv kein Buch für schwache Nerven, aber dennoch mehr als empfehlenswert. Der Film kommt an das Buch nicht im Geringsten heran. Man hat hier so viele Details, die vorher nicht klar waren und auch die Umschreibung vieler Dinge war einfach hervorragend ausgearbeitet. Man wandert einem roten Faden nach, wird immer wieder mit den Situationen überrascht, erlebt eine Menge Abenteuer mit der Protagonistin und wird gleichzeitig in eine wundervolle Fantasywelt gezogen.
Ein Buch, dass mich total begeistert hat und ich hoffe dass noch viele andere dieses lesen. Hier sind 5 Sterne einfach Pflicht!!

Ich selber werde mich jetzt an den zweiten Teil der Trilogie machen. Denn ich bin schon neugierig, was es nun wirklich mit Staub auf sich hat und auch einige Fragen müssen geklärt werden. Um dies zu erhalten, hilft es natürlich nur weiterzulesen. ;o)

Ich werde berichten, wie das zweite Buch in der Reihe ankommt.

Kennt ihr den Film oder sogar die Bücher?

Lieben Gruß,

eure Ruby

Kommentare:

  1. Hallo, den Film habe ich auch gesehen, hat mir gefallen. Wenn man das Cover so sieht, glaubt man gar nicht, dass brutale Szenen darin vorkommen ;-)
    Liebe Grüße

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    1. Das Buch ist aber um so vieles Besser als der Film. :o)

      Lieben Gruß,
      Ruby

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